Beim EHC Zuchwil Regio steht auf die Saison 2026/27 hin ein markanter Trainerwechsel an. Nach zwei Jahren an der Bande übergibt Headcoach Beat Renggeli das Zepter an einen alten Bekannten: Lucien Ramseyer, der den Club bereits von 2001 bis 2005 als Cheftrainer der 1. Mannschaft prägte, kehrt zurück.
Vom Aufstiegsarchitekten zum Übergangstrainer
Die jüngere Erfolgsgeschichte des EHC Zuchwil Regio ist eng mit dem Namen Bruno Hebeisen verknüpft. Zwischen 2018 und 2024 führte er die 1. Mannschaft Schritt für Schritt von der 4. Liga in die 2. Liga. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Team von einer soliden Unterklass-Mannschaft zu einem ambitionierten Aufsteiger, der sich in der regionalen Eishockeyszene Respekt erarbeitete.
Mit dem Vollzug des Aufstiegs war aber auch klar, dass neue Impulse nötig würden, um die Mannschaft an das höhere Tempo, das taktische Niveau und die physische Intensität der 2. Liga heranzuführen. Auf die Saison 2024/25 hin wurde deshalb Beat Renggeli als neuer Headcoach verpflichtet. Er trat das Erbe von Hebeisen an – mit der anspruchsvollen Aufgabe, den Ligaerhalt zu sichern und die Mannschaft an die neue Realität zu gewöhnen.
Renggeli übernahm in einer Phase des Umbruchs: Das Team musste sich nach Jahren des Erfolgslaufs in einer stärkeren Liga neu orientieren. In seine Amtszeit von 2024 bis 2026 fiel die Konsolidierung in der 2. Liga, die Stabilisierung der Defensive und die schrittweise Integration jüngerer Spieler in den Stammkader.
Rückkehr einer prägenden Figur
Ab 2026 schlägt der Club nun ein neues Kapitel auf – mit einem alten Namen. Lucien Ramseyer, der bereits von 2001 bis 2005 Cheftrainer der 1. Mannschaft war, übernimmt erneut das Steuer. Seine Rückkehr ist mehr als nur ein personeller Wechsel: Sie steht für Kontinuität, Identifikation und die bewusste Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln.
Ramseyer kennt den Verein, das Umfeld und die regionale Eishockeykultur aus dem Effeff. Bereits in seiner ersten Amtszeit legte er Wert auf eine klare Spielphilosophie, strukturiertes Defensivspiel und eine enge Einbindung des eigenen Nachwuchses. Diese Ansätze passen auch zur aktuellen Situation des EHC Zuchwil Regio in der 2. Liga:
- Kaderentwicklung: Aufbau einer Mannschaft, die nicht nur mithalten, sondern mittelfristig eine prägende Rolle in der Liga übernehmen kann.
- Nachwuchsförderung: Noch stärkere Vernetzung zwischen Juniorenabteilung und 1. Mannschaft, um Talente gezielt zu fördern.
- Identität: Pflege eines Spielstils, mit dem sich Spieler, Fans und Umfeld identifizieren können.
Ein Übergang mit Symbolkraft
Der Trainerwechsel von Hebeisen zu Renggeli und nun zu Ramseyer lässt sich auch als Dreiklang lesen:
- 2018–2024 – Aufbruch und Aufstieg: Bruno Hebeisen als Architekt des sportlichen Erfolgs und Garant für den Weg von der 4. in die 2. Liga.
- 2024–2026 – Anpassung und Stabilisierung: Beat Renggeli als Coach der Konsolidierung, der das Team in der neuen Liga verankert.
- Ab 2026 – Profilierung und Weiterentwicklung: Lucien Ramseyer als erfahrener Rückkehrer, der den nächsten Entwicklungsschritt anstrebt.
Mit dieser Staffelübergabe setzt der EHC Zuchwil Regio ein klares Zeichen: Der Verein will die erreichten Erfolge nicht nur sichern, sondern weiter ausbauen – auf Basis von Kontinuität, Vereinsidentität und gezielter sportlicher Weiterentwicklung.
Wie schnell Ramseyer seine Handschrift einbringen kann, wird sich ab 2026 zeigen. Die Ausgangslage stimmt jedoch optimistisch: Ein gefestigter 2.-Liga-Kader, ein gewachsener Verein – und an der Bande ein Trainer, der weiss, wie man in Zuchwil denkt, arbeitet und Eishockey lebt.
